Mit dem Herzen sehen vom Edith Maria Bürger
„Still sitzt du da,
mit einem Schleier von Trauer in deinen Augen.
Dein Schweigen, ein eiserner Ring,
an dem du dich kettest,
möchte ich mit sanfter Berührung sprengen,
deine uferlose Traurigkeit fortspülen,
und mögen unsere Hände zueinander finden,
unsere Blicke tief in unsere Herzen tauchen,
wie zwei Gewässer,
die ineinander fließen – eins werden,
und die Mauer des Schweigens öffnen.“
Trauer – ein Weg des Abschieds und der Erinnerung
Der Verlust eines geliebten Menschen ist eine schwere Erfahrung, die uns tief berührt und oft mit Schmerz, Traurigkeit und Fragen begleitet. Für die Hinterbliebenen ist Trauer ein ganz persönlicher Weg, der Zeit, Raum und Verständnis braucht. Im Hospizverein stehen wir Ihnen in dieser schweren Zeit zur Seite, um gemeinsam Momente des Abschieds und der Erinnerung zu finden. Wir bieten Ihnen Unterstützung, Trost und ein offenes Ohr, damit Sie Ihren eigenen Weg durch die Trauer finden können. Wir sind gerne für Sie da.
Trauersymptome
Trauer ist eine ganz natürliche Reaktion auf den Verlust eines geliebten Menschen. Jeder Mensch erlebt Trauer auf seine Weise. Was sie vielleicht erleben könnten sind folgende häufig auftretende Symptome:
Gefühle wie tiefe Traurigkeit, Leere, Wut, Schuld oder Verzweiflung können dazu gehören.
Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder körperliche Beschwerden sind möglich. Trauernde fühlen sich oft müde, erschöpft oder unruhig.
Manche Menschen erleben auch Konzentrationsschwierigkeiten, Rückzug von sozialen Kontakten oder das ständige Erinnern an den Verstorbenen.
All diese Symptome zeigen, dass der Trauerprozess aktiv ist. Jeder Weg durch die Trauer ist individuell – es gibt kein richtig oder falsch. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen und sich Unterstützung zu suchen, wenn die Trauer schwer zu bewältigen ist.
Durchlebte Trauer ist eine heilende Kraft für die Seele und den Körper. Wenn Sie Unterstützung möchten, sind wir gerne für Sie da.